HOSTAGES OF AYATOLLAH - AntHOAlogy CD+DVD

 

Das Album
Nach dem Inferno-Nachlass, kommt jetzt der andere Teil von der Terrorgruppe in die Tüte, bzw. ins Profile-Pack. Bei H.O.A. handelt es sich um die Band von Johnny Bottrop, die in den 80er Jahren die DIY-Punk-Szene maßgeblich mit aufbaute. Und er selbst hat sich mit diesem Album ein kleines Denkmal gesetzt. "ANTHOALOGY" enthält 30 Songs der legendären Mid-80ties HC/Skatepunk-Pioniere aus der südlichen Suburbia des Ruhrpotts, zum ersten Mal auf CD, zum ersten Mal auf einem Album vereint, alles aufwendig remastered und restauriert und vor allem: Die 1985 fehlerhaft abgemischte LP "Kaaba Kaaba Hey" kommt komplett neu abgemischt und endlich in dem Sound, den sie damals eigentlich haben sollte!Es ist die ganze Breitseite des Werks vertreten, von den ganz frühen Aufnahmen des AHA-Tapes, der Knaller-Hit Single von 1984 bis zu den besten Tracks ihrer Abschieds-LP von 1988. Alle Aufnahmen sind mittels modernster Technik so dermaßen gut recycelt worden, wie man es kaum für möglich hält. Wer die alten Originalaufnahmen kennt, kann sich das kaum vorstellen. Man kann jetzt sogar die Texte verstehen!!! Dazu gibt es ein Begleitheft, dass eigentlich das Wort Buch verdient hat. 36 Seiten geben eindrucksvoll wieder, wie es sich in der 80er Jahren anfühlte, wenn man sich von Velbert aus anschickte die Welt zu erobern.Das ganze geht durchaus als Warm Up führ das 'Network of Friends'-Buch von Helge Schreiber durch. Es beinhaltet die komplette Band-History, Fotos, Songtexten, Interviews und Fanzine-Zitate. Dazu gibt es noch eine DVD mit Konzert-Auschnitten aus dem legendären besetzten Kino Kassenberg / Mülheim, 1985, zwei Clips von Tribal Area und Eisbein-Film (Wolfgang Wendland) und den Fragmenten eines nie Veröffentlichten "Bauernpunk-Spielfilms" vom Düsseldorfer Fotografen Ar Gee Gleim.

Die Band:
HOSTAGES OF AYATOLLAH waren vermutlich die erste deutsche Band, die versucht haben die Ideen und den Sound von US-Hardcore und Skatepunk in eigene deutschsprachige Songs zu übersetzen.Schon bald nach der Gründung (Ende 1981) und Zusammenfinden des endgültigen Line-Ups - Jah-Jah Vox, Jacho Git, Micha Bass und der fantastische Torso Drums - im Jahr 1982, schrieb die schwer von California-Punk und Ostküsten-Hardcore beeinflusste Band ihre ersten Klassiker, die sich ziemlich vom typischen "generic Deutschpunk" dieser Zeit abhoben, mehr Orange County als Daily Terror, mit unpathetischen Alltags-Texten, die auch unter dem Einfluss von früher Neue Welle- und Punk-Helden wie KFC, Male, Hans-a-Plast oder Abwärts entstanden. Das Demo-Tape "Aha" (1983) erntete grossartige Reviews bei den Insidern und die erste Single "Hallo Nachbar" (1984) öffnet der Band die Türe zum frisch entstandenen europäischen Hardcore Network..
1985 ist die Band auf dem Höhepunkt, viele Konzerte in den AZs , Squats und Juzis der DIY-szene, grossartige Shows mit sich meterhoch stappelnden Stagedivern, jedes Wochenende eine kleine Tour. Aber dann wird die überfällige LP "Kaaba Kaaba Hey" (Split mit Manson Youth, 1986) durch miese Abmischung ein akkustisches Desaster, zu diesem
Zeitpunkt befindet sich Band auch stimmungsmässig im Niedergang und löst sich vorübergehend auf. 1987 dann die Wiederbelebung, neue Songs entstehen, teilweise unter Postcore und SST-Einfluss, jetzt mit englischem Gesang. Die 2. LP "Simply Too Much Nothing" (1988) spaltet die Fangemeinde. Zu diesem Zeitpunkt zerfällt die Band endgültig, nachdem
Bassist Micha seine Drogenprobleme nicht mehr in den Griff bekommt. 1989 Abschiedskonzert und Auflösung. Torso wird Drummer der Kritiker-Lieblinge Carnival Of Souls, Gitarrist Jacho gründet 1993 in Berlin-Kreuzberg die Punkband Terrorgruppe. Die Platte ist dem Bassisten Micha gewidmet, der 2004 tragisch in Indien
gestorben ist
!


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